Frieden geht anders Ausstellung in der Pauluskapelle

Veranstaltungshinweise

  • Donnerstag | 1. Juni 2017 to Freitag | 30. Juni 2017
  • 9:00

Bad Kreuznach. Zur Zeit zeigt eine aufwändige Ausstellung unter dem Motto „Frieden geht anders“ in der Pauluskapelle mit zahlreichen Rollups und Mediastationen, wie in vielen Fällen gewaltfreie Wege bereits zu Zielen führten, die die sogenannten „Realisten“ nie für möglich gehalten hätten.
„Nach christlichem Verständnis ist der universale Friede Gottes Geschenk und unverfügbare Gabe; doch zugleich ist Gottes Friede in dem Sinn umfassend, dass Menschen sich darin einbringen und daran mitwirken können“, sagt Schulreferent Ekkehard Lagoda.
Frieden geht anders. Diese Ausstellung macht Mut. Sie zeigt auch, dass es nicht naiv ist, nach Auswegen aus gegenwärtigen Gewaltspiralen zu suchen und Alternativen zum Sicherheitswahn aufzuzeigen, der in Politik, Medien und unseren Köpfen immer mehr um sich greift.
Es gibt keine Sicherheit für uns auf Kosten anderer, die dauerhaft funktioniert. Es ist ein dummer Reflex, mit der Androhung von Gegengewalt und der Einschränkung bürgerlicher Freiheitsrechte Sicherheit herstellen zu wollen. Das ist Aktionismus, denn wenn man genau hinhört, sagen die Ehrlichen unter den Politikern ja auch: „Eine vollständige Sicherheit kann es nicht geben.“
Frieden schafft Sicherheit, aber nicht umgekehrt. Wir müssen die herrschende Denkrichtung umdrehen und nicht mehr dem Reflex folgen, auf grausame Taten nur mit dem Ruf nach Schutz und Gegengewalt zu reagieren. Das Bedürfnis nach Schutz teilt jeder Mensch, aber dahin kommen wir nur mit dem anderen, mit dem „Feind“, nicht gegen ihn. Wer eine kriegerische Sprache verwendet, denkt auch kriegerisch.

Tragfähige Alternativen zu Waffeneinsätzen sind denkbar
Die Ausstellung zeigt, dass es zum Erhalt des Friedens tragfähige Alternativen zu Waffeneinsätzen gibt. Dazu gehören beispielsweise politische und diplomatische Weitsicht, die Stärkung der Staatengemeinschaft, sowie der Aufbau einer guten Gesprächskultur sowie Gewaltprävention vor Ort. Angesichts der aktuellen Weltlage mit Bürgerkriegen in Syrien und dem Irak, militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine, Spannungen zwischen Israel und Palästina sowie vielen gewaltsamen Konflikten auf dem afrikanischen Kontinent ist es nach Ansicht der Ausstellungsmacher umso wichtiger, diese Wege zum Frieden aufzuzeigen. Die Erfahrung habe gezeigt, dass der Einsatz von Militär Konflikte selten lösen sondern eher eskalieren kann – mit dramatischen Folgen für die Menschen in den betroffenen Regionen.

Öffnungszeiten bis 30. Juni 2017:

Montag bis Donnerstag 09:00  Uhr bis 15:00 Uhr

und Freitag 09:00 bis 13:00 Uhr.
Schulgruppen melden sich bitte im Schulreferat an.

 

Kontakt:

Telefon: 0671 251-154

Mail:  schulreferat.badkreuznach@ekir.de.

Der Eintritt ist kostenlos.

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