Jahresergebnis besser als geplant

Bad Kreuznach. „Das Jahresergebnis ist besser als geplant.“ so Dietmar Canis, Geschäftsführer der Kreuznacher Stadtwerke beim Pressegespräch anlässlich des Jahresabschlusses der Kreuznacher Stadtwerke. Die Umsatzerlöse der Kreuznacher Stadtwerke sind 2016 auf rund 82 Millionen Euro gestiegen, das sind 2 Prozent mehr als 2015. Das Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung und Ausgleichszahlungen an Dritte) beträgt rund 6,6 Millionen Euro nach 3,9 Mio. € im Vorjahr.  Hauptgrund dafür, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Canis, war die Auflösung einer Drohverlustrückstellung in Höhe von rd. 2,6 Mio. €.

Die Bilanzsumme der Stadtwerke beläuft sich auf 95,3 Mio. €, eine Steigerung von 1,3 Mio. €. Die Eigenkapitalquote blieb konstant mit 49 Prozent wie im Vorjahr.

Das Versorgungsgebiet der Kreuznacher Stadtwerke umfasst derzeit nicht nur die Stadt Bad Kreuznach und deren Stadtteile, sondern auch sieben Gemeinden der VG Bad Kreuznach (Biebelsheim, Pfaffen-Schwabenheim, Pleitersheim, Volxheim, Hackenheim, Fürfeld, Neu-Bamberg und Frei-Laubersheim), drei Gemeinden der VG Sprendlingen-Gensingen (Badenheim, Sprendlingen und  St. Johann), alle neun Gemeinden der bisherigen VG Bad Münster-Ebernburg sowie drei Gemeinden der VG Rüdesheim (Rüdesheim, Roxheim, St. Katharinen). In dieser Region wurden 2016 über 71.000 Menschen zuverlässig mit Strom,  Gas und Trinkwasser versorgt.
Stromabsatz konstant

Der Stromverkauf konnte 2016 mit 200 Mio. Kilowattstunden konstant gehalten werden.  Die Stadtwerke investierten im Bereich Stromversorgung rund 1,7 Mio. €.
Gaspreissenkung für den Verbraucher

In der Sparte Gas wurde mit 443 Mio. kWh der Gasabsatz konstant gehalten. Die Umsatzerlöse betrugen rd. 21,6 Mio. € und liegen damit 8 % unter dem Vorjahreswert. Ursache dafür sind die zum 1. Januar 2016 durchgeführten Preissenkungen in allen Tarifen sowie bei Gewerbe- und Industriekunden. In das Gasnetz und dessen Technik wurden im vergangenen Jahr rund 800.000 Euro investiert.

Neue Wasserleitung nach Hüffelsheim und Traisen-Ebernburg

Die Stadtwerke verkauften 2016 in ihrem Geschäftsgebiet rund 4,3 Mio. Kubikmeter Trinkwasser, dies entspricht dem  Vorjahr. Die Wasserverluste konnten von 11,7 % im Vorjahr auf 9,9 % gesenkt wurden. Zudem investierte der Energieversorger rd. 2,7 Mio. € in dieser Sparte, z. B. in neue Transportleitungen, um die Ortsgemeinden der ehemaligen VG Bad Münster am Stein – Ebernburg an das Wasserwerk Stromberger Straße anzuschließen.

Seit Ende des Jahres 2016 können die Orte Norheim, Niederhausen und Traisen mit weicherem Wasser aus dem Wasserwerk Stromberger Straße beliefert werden.  In den Ortsgemeinden Oberhausen, Durchroth, Hallgarten, Feilbingert, Hochstätten, Altenbamberg sowie Bad Kreuznach Ortsteil Ebernburg erfolgte die Umstellung ein paar Wochen später. Heute freuen sich alle Einwohner über weicheres Wasser mit einem Härtegrad von 12 Grad deutscher Härte.  Auch die Ortsgemeinde Hüffelsheim profitiert von der hohen Qualität des Kreuznacher Trinkwassers, denn  die Verbandsgemeindewerke Rüdesheim beziehen ihr Wasser für Hüffelsheim von den Stadtwerken Bad Kreuznach.

 

Wärme ganz bequem

Die bequemste Form, wohlige Wärme zum Beheizen von Haus und Wohnung zu bekommen, ist das Wärme-Contracting, das die Stadtwerke um 20 neue Anlagen weiter ausgebaut haben. 2016 betrieben die Stadtwerke im Auftrag ihrer Kunden bereits 265 Heizungsanlagen, Blockheizkraftwerke, Stromwärmepumpen und sogar eine Brennstoffzelle.

Für diese Heizungsanlagen, die im Auftrag von Kunden installiert und betrieben werden, wurden insgesamt rund 600.000 Euro investiert.
Stadtwerke als Arbeitgeber

Zum Jahresende 2016 beschäftigten die Kreuznacher Stadtwerke insgesamt 158 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 16 Auszubildende in verschiedenen Berufen. Die Personalkosten stiegen um 4,1 Prozent auf rd. 10,3 Mio. € (2015: 9,9 Mio. €). Hauptursache hierfür ist die Tarifanpassung in Höhe von 2,4 % zum 01.03.2016.


Weitere Informationen

Die sieben Windkraftanlagen des Windparks Fürfeld, an dem die Stadtwerke zu 35 Prozent beteiligt sind, lieferten 2016 insgesamt 36 Gigawattstunden an umweltfreundlichem Strom – genug um etwa 11.000 Haushalte ein Jahr lang damit zu versorgen.

Mittlerweile betreiben die Stadtwerke im Stadtgebiet Bad Kreuznach sechs WLAN-Hotspots, die Stadtwerke-Kunden einen kostenlosen Zugang ins Internet bieten.

Seit Ende des Jahres 2016 bietet das neue Kundenportal der Stadtwerke den Kunden mehr Service. Bereits rund 750 Kunden haben sich dafür registriert. In dem Portal können z. B. Bankverbindungen, Abschläge und Tarife bequem von zu Hause aus geändert werden.

Mehr Infos gibt es auf der Homepage unter www.kreuznacherstadtwerke.de
Ausblick 2017

Seit Ende April steht ein BMW i3 in der Nahemobil-Carsharing Flottte bereit. Das Elektroauto ist umweltschonend und hat eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern. Mit diesem und den zwei weiteren Renault Zoe, die zum eCarsharing zur Verfügung stehen, setzen sich die Kreuznacher Stadtwerke auch zukünftig für Elektromobilität und regenerative Energien ein.

Zum 1. Juli 2017 wird die Nahe CARD der Kreuznacher Stadtwerke eingeführt. Mit der neuen kostenfreien Karte können Stadtwerke Kunden zahlreiche Angebote und Dienstleistungen ab sofort noch günstiger und einfacher nutzen.

Für das Geschäftsjahr 2017 streben die Kreuznacher Stadtwerke ein Ergebnis von 5,6 Mio. € an. Dietmar Canis ist zuversichtlich, dass diese Ziele erreicht werden können.

 

 

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